Details

EE-Regionen: Sozialökologie der Selbstversorgung

Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit: Mai 2009 - April 2014

Projektpartner:

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Zentrum für Erneuerbare Energien (ZEE) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Universität Hohenheim - Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie

Projektbeschreibung:

Viele Kommunen und Regionen deutschland- und weltweit haben sich das Ziel einer regionalen Selbstversorgung mit Erneuerbaren Energien (EE) gesetzt. Das Projekt "EE-Regionen", welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung gefördert wird, hat das übergeordnete Ziel, Konfliktlinien einer EE-Selbstversorgung in Kommunen zu erarbeiten sowie Lösungsansätze und Erfolgsbedingungen aufzuzeigen. Dabei stand die Frage im Vordergrund, wie eine EE-Selbstversorgung sozial gerecht und naturverträglich erfolgen kann.
Hierzu griffen fünf Bausteine mit folgenden Themenschwerpunkten ineinander:
I. EE- Schlüsselakteure und organisatorische Gestaltungsmodelle,
II. technische Energieversorgungskonzepte und ökonomische Effekte,
III. Landnutzungskonflikte und Biodiversität,
IV. Akzeptanz und Bürgerpartizipation,
V. Energieverbrauchsreduktion und neue Wohlstandsmodelle.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf der integrierten Biomassenutzung. Das interdisziplinär zusammengesetzte Team arbeitete eng mit den Landkreisen Schwäbisch Hall und Lüchow-Dannenberg sowie den Gemeinden Morbach und Wolpertshausen zusammen – Kommunen, bei denen der Ausbau von EE schon weit vorangeschritten war. Im transdisziplinären Austausch wurden diese Herausforderungen konkretisiert und Lösungsansätze dazu entwickelt. Des Weiteren erarbeitete das Projekt-Team einen Wegweiser, der auch anderen Kommunen Hilfestellungen bietet, ihre Energieversorgung gerecht und naturverträglich zu gestalten. Dies beinhaltet auch die Übernahme von überregionaler Verantwortung auf nationaler und globaler Ebene. Durch internationale Fallstudien wurden die Ergebnisse der deutschen Fallstudien auf ihre Übertragbarkeit in anderen Ländern überprüft und für die internationale Diffusion entsprechend angepasst.  
Das SOKO Institut führte als Unterauftragnehmer für das IÖW in den Jahren 2010 und 2012 jeweils eine repräsentative Bevölkerungsbefragung in vier ausgewählten Landkreisen und Gemeinden durch. Befragt wurden jeweils ca. 2.600 Personen zu ihren Erfahrungen mit der kommunalen Selbstversorgung.

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