Details

Evaluation der Vor-Ort-Aktion "Trau dich!" im Rahmen der bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs

Auftraggeber: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Laufzeit: Dezember 2016 - Mai 2018

Projektbeschreibung:

Die Evaluation der Vor-Ort-Aktion "Trau dich!" im Rahmen der bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs zielt insbesondere darauf ab, mit Hilfe einer empirischen Untersuchung aufzuzeigen, inwieweit die drei Zielgruppen, d.h. die Kinder, die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und die Lehrkräfte, durch die Maßnahme der Initiative "Trau dich!" für die Themen rund um sexualisierte Gewalt und Kinderrechte sensibilisiert werden. Die Vor-Ort-Aktion "Trau dich!" sowie dessen wissenschaftliche Begleitung bzw. Evaluation steht dabei vor dem theoretischen Hintergrund der Prävention sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen.

Das Ziel, die drei Zielgruppen, d.h. die Kinder, die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und die Lehrkräfte, durch die Maßnahmen der Vor-Ort-Aktion "Trau dich!" für die Themen rund um sexualisierte Gewalt und Kinderrechte zu sensibilisieren, soll einerseits über den Besuch des Theaterstückes "Trau dich!" direkt auf die Kinder wirken und andererseits über die begleitenden Elternabende auf die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und die begleitenden Fortbildungen auf die Lehrkräfte wirken. Auch der Fokus der Evaluation liegt somit auf der empirischen Wirkungsanalyse der durchgeführten Maßnahmen, d.h. auf den drei Bausteinen der "Vor-Ort-Aktion", der Aufführung des Theaterstücks "Trau dich!" sowie der begleitender Elternabende und Fortbildungen für die pädagogischen Fachkräfte.

Die Wirkungsmessung bei der Zielgruppe der Kinder findet in einem Kontrollgruppendesign statt um die Ergebnisse, d.h. maßgeblich die Messung der Ausgangslage (Nullmessung), der direkten kurzfristigen (Effektmessung) sowie der nachhaltigen langfristigen Effekte (Nachhaltigkeitsmessung), hinreichend, d.h. um mögliche Unterschiede zwischen der Interventions- und Kontrollgruppe die nicht auf die Intervention zurückzuführen sind, kontrollieren zu können.

Die Wirkungsanalyse bzw. Ergebnisevaluation setzt sich dabei sinnvollerweise aus drei Teilstudien zusammen, die jeweils auf eine der drei Zielgruppen abzielt und somit den spezifischen methodischen Anforderungen und den inhaltlichen Fragestellungen und Zielsetzungen des jeweiligen Untersuchungsgegenstandes gerecht werden können. Das methodische Vorgehen des Evaluationsprojektes beinhaltet dabei die folgenden parallel verlaufenden empirischen Erhebungen:

  • Im Rahmen der Teilstudie 1 "Evaluation der Zielgruppe Kinder" findet eine schriftliche Befragung der Kinder in Form einer Klassenzimmerbefragung statt, wobei eine Vorher-Nachher-Messung (bzw. Nullmessung (t0) -Effektmessung (t1)-Nachhaltigkeitsmessung (t2)) in einem Kontrollgruppen-Design angelegt wird.
  • Im Rahmen der Teilstudie 2 "Evaluation der Zielgruppe Eltern/Erziehungsberechtigte" finden zwei schriftliche Befragungen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten statt, wobei die eine Befragung darauf abzielt die Wirksamkeit des Elternabends und die andere Befragung darauf abzielt, die Reaktionen der Kinder auf das Theaterstück aus Sicht der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten zu messen.
  • Im Rahmen der Teilstudie 3 "Evaluation der Zielgruppe Lehrkräfte" finden zwei schriftliche Befragungen der Lehrkräfte statt, wobei die eine Befragung darauf abzielt den Wissenszuwachs durch und die Zufriedenheit mit der Fortbildung und die andere Befragung darauf abzielt, die Reaktionen der Kinder auf das Theaterstück sowie deren Mitteilungsverhalten aus Sicht der Lehrkräfte zu messen