Details

Wie kann eine gesamtwirtschaftlich erfolgreiche Integration der Flüchtlinge gelingen?

Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Laufzeit: Juli 2016 - Dezember 2016

Projektpartner:

Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (IAW)
Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Projektbeschreibung:

Im Jahr 2015 sind nach Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ca. 1,1 Mio. Flüchtlinge im EASY‐System erfasst worden, die nach Deutschland geflüchtet sind. Deutschland steht mit diesem Ausmaß an Flüchtlingszuwanderung vor einer Herausforderung von bisher ungekannter Dimension. Die meisten der Flüchtlinge werden, wenn sie anerkannt sind, voraussichtlich lange nicht in ihre Heimatländer zurückkehren. Daher ist es eine zentrale Aufgabe von Politik und Gesellschaft, diese Personen in den deutschen Arbeitsmarkt bzw. in das deutsche Bildungssystem zu integrieren. Ziel der Studie ist es, neue Erkenntnisse zu den Vorbedingungen und Hemmnissen der Arbeitsmarktintegration zu gewinnen, diese mit vorhandenen Erkenntnissen zu kombinieren und damit die Grundlage für die Bewertung von Politikoptionen zu schaffen.

Die Leitfrage der Studie ist "Wie kann eine gesamtwirtschaftlich erfolgreiche Integration der Flüchtlinge gelingen?". Hierzu ist zunächst entscheidend, dass die Flüchtlinge bestmöglich in den Arbeitsmarkt integriert werden. Gesamtwirtschaftlich erfolgreich ist die Arbeitsmarktintegration, wenn nicht nur negative Rückwirkungen auf die einheimischen Arbeitskräfte vermieden werden, sondern auch ein Zuwanderungsgewinn für die Einheimischen generiert wird. In dieser Studie liegt der Schwerpunkt auf der Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge - sowohl im Umfang als auch in der Qualität der Integration - als zentrale Vorbedingung einer gesamtwirtschaftlich erfolgreichen Integration.

Im ersten Teil der Studie wird ein systematischer und aktueller Literaturüberblick zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen geboten. Dabei sollen auch vorhandene Evaluationen von politischen Maßnahmen zur Förderung der Integration einbezogen werden. Im zweiten Teil werden qualitative Erhebungen bei Flüchtlingen, Betrieben und in der Arbeitsvermittlung durchgeführt und ihre Ergebnisse ausgewertet. Die Ergebnisse der ersten beiden Schritte bilden die Grundlage für die Bewertung von Politikoptionen und weiteren Schlussfolgerungen im dritten Teil.

Das SOKO Institut führt als Unterauftragnehmer des IAW qualitative Erhebungen in Form von Gruppendiskussionen und Tiefeninterviews, insbesondere mit den Geflüchteten, durch.