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Mehr Klimaschutz durch Beteiligung

Auftraggeber: Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e. V. (TBS NRW)

Laufzeit: Mai 2016 - September 2016

Projektbeschreibung:

Die Landesregierung NRW betont auf der Basis der Koalitionsvereinbarung 2012 die besondere Bedeutung des industriellen Wandels für Nordrhein-Westfalen. In der Wirtschaftspolitik geht es um eine "Neuausrichtung, die auf Nachhaltigkeit, auf Klimaschutz sowie auf Ressourcen- und Energieeffizienz abzielt". Die "traditionellen und innovativen Stärken des Standortes und der Industrieunternehmen in NRW" sollen genutzt werden, um den ökologischen Fortschritt zu beschleunigen.

In Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Gruppen soll eine "Allianz moderne[r] Industrie" gegründet werden, die eine nachhaltige Industriepolitik zum Ziel hat. Der Industriestandort NRW soll so gestärkt werden. Mit dieser Politik will die Landesregierung "Arbeitsplätze sichern und schaffen".

Das Projekt "Mehr Klimaschutz durch Beteiligung" hat zum Ziel, Beschäftigtenbeteiligung bei der Umsetzung betrieblicher Energie- und Ressourceneffizienzprojekte sowie zum Einsatz erneuerbarer Energien im Betrieb zu etablieren und damit die Erreichung der Klimaschutzziele in NRW zu unterstützen. Eine Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz und des Einsatzes Erneuerbarer Energien in Produktionsbetrieben hat nicht nur zur Folge, dass der Rohstoff- und Energiebedarf sowie die Abfallmenge reduziert werden kann, sondern kann letztendlich zu einer klimaschonenden Produktion bzw. Produkten führen.

Es existieren bereits Werkzeuge und Förderprogramme in NRW zur Unterstützung betrieblicher Effizienzbemühungen im Bereich Energie und Materialien. Auch die TBS NRW hat in der Vergangenheit Beratungen und Workshops zum Thema durchgeführt, Checklisten entwickelt und ein Beratungskonzept veröffentlicht. Die Nachfrage ist bislang allerdings verhalten und vor allem sind die Beteiligungswerkzeuge für Betriebsräte und Beschäftigte nicht mit den Angeboten für Betriebe verkoppelt. Ergänzend zu den existierenden und in der Praxis bewährten Beratungstools, z.B. der EFA NRW und der EA.NRW sollen zwei Module entwickelt werden, die die Beteiligung von Beschäftigten und Interessenvertretungen zum einen in der Initiierungsphase fördern und zum anderen Beteiligungsprozesse bei der Durchführung und der Umsetzung von Maßnahmen ermöglichen, die insgesamt zu mehr Klimaschutz im Betrieb führen.

Zunächst sollen in einem Initiierungsmodul Materialien und Kurzchecks für Interessenvertretungen erarbeitet werden, die für die Themen Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Effizienzverbesserungen sensibilisieren, erste Einschätzungen zur betrieblichen Situation ermöglichen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Modul soll dahin gehend abgerundet werden, dass am Ende einer Beratung im Betrieb Entwicklungen bezüglich der Beschäftigungsfähigkeit durch eine Befragung auf Basis der von der TBS bereits entwickelten Tools Unternehmenscheck und Selbstcheck für Beschäftigte feststellbar werden.

Das SOKO Institut wurde mit der Umsetzung eines ersten Kurzchecks für die Interessenvertreter beauftragt. Zu diesem Zweck wurde in Zusammenarbeit mit den Projektträgern ein Online-Erhebungsinstrument entwickelt, programmiert und für die Onlinebefragung zur Verfügung gestellt.

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