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Wissenschaftliche Begleitforschung und Evaluation – Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung

Auftraggeber: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Laufzeit: Januar 2018 - Dezember 2020

Projektpartner:

IGES Institut GmbH; Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (IAW)

Projektbeschreibung:

Im Projekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ arbeiten Jobcenter/Agenturen für Arbeit sowie die gesetzlichen Krankenkassen zusammen, um arbeitslose Menschen zur Teilnahme an Angeboten zur Prävention und Gesundheitsförderung zu bewegen. Die drei Institute IGES, IAW und SOKO wurden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) beauftragt, die wissenschaftliche Begleitforschung und Evaluation dieses Projektes gemeinsam durchzuführen.

Im Rahmen des Evaluationsvorhabens werden einerseits die Wirkungen des Projekts, andererseits die Strukturen und Prozesse an den Projektstandorten untersucht.

  • Wirkungsanalyse: Der erste Komplex von Evaluationsfragen soll feststellen, ob, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen das Projekt dazu beiträgt, Gesundheit, soziale Teilhabe und Chancen der Arbeitsmarktintegration der teilnehmenden Erwerbslosen zu verbessern.
  • Prozessanalyse: Ein zweiter Komplex von Fragestellungen richtet sich auf die Strukturen, Prozesse und Interaktionen an den einzelnen Projektstandorten. Der Fokus richtet sich hierbei auf die Zusammenarbeit der Akteure, auf die Funktionsweise und Funktionsfähigkeit der lokalen Strukturen und Organisationsformen und auf das Zusammenspiel mit den jeweiligen Rahmenbedingungen vor Ort.

Die Zwischenergebnisse der Evaluation sollen bereits während der Projektlaufzeit den relevanten Akteuren in der Projektsteuerung und vor Ort übermittelt werden, damit diese zeitnah zur laufenden Verbesserung des Projekts genutzt werden können.

Das Evaluationsvorhaben basiert auf drei wesentlichen Säulen:

  • Eine standardisierte Online-Erhebung der Akteure in den Standorten in zwei Wellen ermöglicht repräsentative Aussagen zur Durchführung und den Erfolgsfaktoren des Projektes vor Ort. Sie ist damit ein wichtiges Element der Prozessevaluation. Die standardisierte Erhebung der Situation an den Standorten dient darüber hinaus dazu, die spezifische Kombination aus Beratungen und Maßnahmen zu definieren, deren Wirkung in der Wirkungsanalyse untersucht wird.
  • Eine Wirkungsanalyse in zwei Wellen auf Grundlage einer standardisierten Telefonbefragung von Erwerbslosen sowie mit Daten der Bundesagentur für Arbeit ermittelt die Effekte, die das Projekt und die im Projekt entwickelten Maßnahmen auf das gesundheitsbezogene Verhalten der Teilnehmenden, ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität, ihre soziale Integration, die Aufnahme einer Beschäftigung und eine Vielzahl weiterer Ergebnisindikatoren haben.
  • Im Rahmen eines qualitativen Fallstudiendesigns werden auf der Basis von Interviews, Dokumentenanalysen und Workshops an 15 Standorten Strukturen, Prozesse und Interaktionen der Akteure vor Ort untersucht. Hieraus wird ersichtlich, wie die Standorte ihre Aufgabe konkret wahrnehmen, in welcher Art und Weise sie kooperieren und welche zeitlichen Dynamiken und Typen der Formierung und Institutionalisierung sie erleben.