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Studie „Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz – Lösungsstrategien und Maßnahmen zur Intervention“

Auftraggeber: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Laufzeit: Mai 2018 - April 2019

Im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird von Juni 2018 bis Mai 2019 eine neue empirische Studie zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz durchgeführt. Ziel ist es, anhand von Einzel- und Gruppeninterviews die Perspektive betroffener Frauen und Männer und der institutionellen Umfelder zu erfassen und Informationen zu Gelingensbedingungen und Hindernissen für ein erfolgreiches Vorgehen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu gewinnen. Aus der Studie sollen effektive und nachhaltige Präventionsmaßnahmen und praxisnahe Handlungsempfehlungen für Betroffene, Arbeitgeber, Unterstützungsstrukturen und den Gesetzgeber abgeleitet werden. Zunächst werden im Rahmen einer repräsentativen bevölkerungsweiten Telefonbefragung 1.500 Frauen und Männer befragt, um Ausmaß, Formen und Vorkommen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz für unterschiedliche Personengruppen zu erfassen. Im Anschluss werden anhand einer qualitativen telefonischen Vertiefungsbefragung 100 Personen, die von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen sind, vertiefend befragt, um deren Umgang mit und Reaktionen auf die Geschehnisse zu ermitteln und Hinweise auf förderliche und problematische (institutionelle) Rahmenbedingungen zu erhalten. Darüber hinaus finden systematische Gruppendiskussionen mit verschiedenen Zielgruppen (Betroffene, Kolleg*innen, Vorgesetzte, Betriebsrät*innen, Frauenbeauftragte und Vertreter*innen des externen Unterstützungssystems) statt, um Problembereiche und effektive Lösungsstrategien sowie Maßnahmenvorschläge multiperspektivisch zu beleuchten und wirkungsvolle Möglichkeiten der Intervention, Unterstützung und Prävention zu erkunden.

Die Studie wird unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Schröttle am Institut für empirische Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg und Dr. Henry Puhe, SOKO Institut in Bielefeld durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Sommer 2019 vorliegen.