Details

Studie zum Aktivierungspotenzial von Eltern im Prozess der Berufsorientierung – Möglichkeiten und Grenzen

Auftraggeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Laufzeit: Mai 2016 - April 2017

Projektpartner:

Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (IAW)

Projektbeschreibung:

Die Möglichkeiten und Grenzen der Elterneinbindung in den Prozess der Berufsorientierung und Berufsfindung sind seit Längerem Gegenstand der erziehungswissenschaftlichen und sozialpädagogischen Forschung. Es fehlt jedoch eine Synthese, in der aktuelle Forschungsergebnisse und die Erfahrungswelt der Beteiligten zusammengebracht, das Potenzial von Elterneinbindung in der Berufsorientierung und im Übergang von der Schule in den Beruf eingeschätzt und - darauf aufbauend - Handlungsempfehlungen entwickelt werden.

Um Eltern verstärkt in das Übergangsmanagement Schule - Beruf einzubeziehen, existieren vielfältige Initiativen, Maßnahmen und Modellprojekte (Berufsbildungsbericht 2014). Diese zielen darauf ab, dass Eltern den Nutzen des Engagements auch für sich erkennen können, dass ihnen der Überblick über Beratungsangebote erleichtert wird und dass niederschwellige Angebote zur Beteiligung geschaffen werden.

Aktuell gibt es jedoch keinen systematischen Überblick über die vorhandenen Angebote zur Einbeziehung von Eltern in den Prozess der Berufsorientierung und Berufsfindung und ihren Erfolg. Auch ist nicht hinreichend bekannt, welche Angebote von den Jugendlichen, Eltern und weiteren Akteuren aus welchen Gründen positiv bewertet werden. Es ist daher schwierig, bestimmte Vorgehensweisen zu empfehlen oder vorhandene Ansätze weiterzuentwickeln. Hier setzt das ausgeschriebene Projekt an. Ausgehend von einer umfassenden empirischen Bestandsaufnahme sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet und konkrete Projektansätze als Vorbereitung auf eine mögliche, nachfolgende, modellhafte Umsetzung auf Ebene der Bundesländer entwickelt werden.

Ziel der Studie ist es, Kenntnisse über das Potenzial der Elterneinbindung in die verschiedenen Phasen der Berufsorientierung und des Übergangs von Schule in den Beruf zu gewinnen. Eine wichtige Leitfrage ist: "Wie kann eine sinnvolle Beteiligung und Einbindung der Eltern im Berufsorientierungsprozess und beim Übergang Schule - Beruf aussehen?"

Das SOKO Institut führt als Unterauftragnehmer des IAW die Befragung von Jugendlichen, ihren Eltern und weiteren Akteuren durch. Das sind insbesondere Lehrkräfte, Betreuerinnen und Betreuer sowie Ausbilderinnen und Ausbilder, die aus demselben lokalen und institutionellen Kontext stammen wie die befragten Jugendlichen und Eltern. Die Befragung erfolgt teilstandardisiert. Um die Ergebnisse auch quantitativ auswerten zu können, werden die meisten Angaben in Form standardisierter Fragen erhoben. Daneben enthalten die Fragebogen aber auch offene Felder, in denen die Befragten ihre Sichtweisen und Bewertungen in Textform darlegen können. Der Grund für die Wahl einer (teil‐)standardisierten Befragungsform ist, dass das Forschungsprojekt eher auf die Breite der Erfassung unterschiedlicher Ansätze und Voraussetzungen zielt als auf die Gewinnung von Tiefe durch individuelle problemzentrierte Interviews.

Die Ergebnisse der Studie zum Aktivierungspotenzial von Eltern im Prozess der Berufsorientierung – Möglichkeiten und Grenzen im Auftrag des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurden veröffentlicht.

Die Ergebnisse finden Sie hier.