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Ab August startet die Datenerhebungen zum 2. Bericht der Bundesregierung zu dem Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher


Vor dem Hintergrund der großen Bedeutung der Einführung einer bundesweiten Aufnahmepflicht für den Schutz sowie die Unterbringung, Versorgung und Betreuung unbegleiteter ausländischer Kinder und Jugendlicher in Deutschland hat der Gesetzgeber in § 42e SGB VIII die Bundesregierung verpflichtet, dem Deutschen Bundestag jährlich über deren Situation, insbesondere mit Blick auf die verfahrensmäßige Umsetzung des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher zu berichten. Die dafür notwendige Datengrundlage des laut gesetzlichen Auftrags für das Jahr 2017 vorzulegenden Berichtes soll neben amtlichen Daten und Verwaltungsdaten sowie Rückmeldungen von Fachverbänden und den Landesstellen für unbegleitete ausländische Minderjährige Ergebnisse von Befragungen bei Jugendämtern sowie bei Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in denen unbegleitete ausländische Minderjährige leben, umfassen.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass das BMFSFJ im Besonderen Erfahrungen, Einschätzungen und Informationen aus den Jugendämtern und Einrichtungen mit in die Berichtserstellung einbeziehen können. Um konkrete und möglichst repräsentative Ergebnisse aus den kommunalen Jugendämtern und Einrichtungen zu erhalten, wurde für den 2017er Bericht ein Fragebogen entwickelt, der mittels einer online-gestützten Datenmaske bearbeitet und ausgefüllt werden kann.

Zur Umsetzung dieser Datenerhebung hat das BMFSFJ das Institut "SOKO Sozialforschung und Kommunikation", Bielefeld beauftragt. Die Befragung startet Anfang August 2017 und läuft bis Mitte September.

Mit der Datenerhebung soll in Erfahrung gebracht werden, welche Auswirkungen das Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher aus der Sicht der Jugendämter und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe hat und welche Informationen zur Situation der UMA aktuell mit Blick auf deren Zuständigkeitsbereiche vorliegen. Darüber hinaus besteht Interesse daran, welche Entwicklungen erwartet werden und worin allgemein und für das jeweilige Jugendamt bzw. die Einrichtung Herausforderungen gesehen werden.

Die Berichterstattung der Bundesregierung stellt eine maßgebliche Grundlage für die für 2020 vom Gesetzgeber rechtlich vorgeschriebene Evaluation des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher dar. Gerade die kommunalen Jugendämter und Einrichtungen sollen von dieser kontinuierlichen, kritischen und nachvollziehbaren Form einer Gesetzesevaluation profitieren.